05.08.2011 — 10.10.2011 in Kasan
Für jeden Stundenten sind Praktika unumgänglich und besonders Praktika im Ausland sehr beliebt. Anfang des Jahres habe ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Praktikum gemacht und bin auf der Homepage meines Studiengangs Komparatistik fündig geworden, denn auch dort gibt es eine Praktikumsbörse. Mein Interesse wurde geweckt von einer Ausschreibung des Jugendclubs «Perlenkette» des Deutschen Hauses der Republik Tatarstan in Kazan, Russland. Ich habe mich dort per E-Mail mit Lebenslauf und Motivationsschreiben beworben und zu meiner großen Freude und Aufregung schon kurze Zeit später meine Zusage bekommen!
Die beschriebenen Aufgaben des Praktikanten sollten vor allen Dingen die Mitarbeit in Projekten des Jugendclubs sein – Leitung des Filmclubs und des sogenannten Plauderhauses. Zudem werden die Praktikanten mit der Mitarbeit beim Empfang von Jugendgruppen vertraut und sollten bei der Mitarbeit an der Homepage helfen. Meine Erwartungen an das Praktikum waren vielfältig, vor allen Dingen wollte ich in dem Deutschen Haus aktiv tätig sein, mich kreativ dort einbringen und viele Ideen umsetzen. Im Grunde genommen war meine größte Sorge, dass ich nach Russland komme und dort gar nicht gebraucht werde, oft ist das bei Praktika in Deutschland bekanntlich der Fall, was ärgerlich ist. Aber bei einem Praktikum im Ausland ist es bei Weitem frustrierender, denn man hat um einiges mehr Zeit, Geld und Energie in die Vorbereitung und Durchführung des Aufenthaltes gesteckt. Meine Betreuerin Martha hat mir aber im Vorfeld des Praktikums immer ein sehr gutes Gefühl gegeben und mir sehr regelmäßig ausführliche Informationen zukommen lassen. Dadurch fühlte ich mich bereits in Deutschland als ein Teil des Projekts! Nachdem die erste große Hürde, nämlich die Beantragung des Visums, gemeistert war hieß es für mich Anfang August «добро пожаловать!» – Herzlichen Willkommen in Russland!
Als ich Anfang August in Kazan ankam, hatte das Deutsche Haus noch Sommerferien, was mir aber mehr Zeit für Tandemarbeit, das Spielen in der Theatergruppe und touristischen Aktivitäten gab. Martha hatte mich extra gebeten möglichst früh nach Kazan zu kommen, damit ich mich besser einleben kann und damit hatte sie auch Recht. Vor allen Dingen war das Wetter im August noch sehr sommerlich, so dass ich einige Tage in einem Ferienhaus verbracht habe, in der Wolga schwimmen war und richtig braun geworden bin. Die Tandemarbeit hat viel Spaß gemacht, weil ich in kurzer Zeit viele neue Leute aus dem Deutschen Haus kennengelernt habe und weil das für mich eine gute Gelegenheit war mich im Unterrichten auf Russisch auszuprobieren. Zudem hat meine Tandem-Partnerin Nastya Holodowa mir bei meinem Russisch geholfen und mir die Umgebung von Kazan, wie zum Beispiel eine ganz typische Datscha gezeigt.
Ich hatte das Glück in einer privaten Wohnung wohnen zu können, zusammen mit einem russischen Mitbewohner, der gar kein Deutsch gesprochen hat. Die Wohnung wurde mir von meiner Betreuerin Martha vermittelt und hat 200 € im Monate gekostet. Ich hatte mein eigenes Zimmer, in der Wohnung gab es noch eine große Küche, und ein Bad mit Waschmaschine. Die Wohnung hat über WLAN verfügt und in der Küche gab es auch einen Fernseher. Die Wohngegend war ruhig und im Innenhof gab es einen Spielsplatz, wo tagsüber viele Kinder rumtobten. Um das Haus gab es einige Geschäfte, kleinere Lebensmittelläden, aber auch «Mega-Märkte», in denen vor allen Dingen teure Importware verkauft wurde. In den einfachen Lebensmittelgeschäften war die Auswahl beschränkt, gerade was Obst und Gemüse anging war es jedes Mal eine Überraschung, was gerade zum Verkauf stand. Doch gerade dieser Teil meines Aufenthaltes, das selbständige Leben, hat mir viel über das Leben in Russland beigebracht, denn ich stand vor der Aufgabe einen Haushalt zu führen, musste einkaufen, kochen, putzen, alleine zur Arbeit fahren. Kazan hat seit einigen Jahren eine Metro, die zur Zeit sieben Stationen umfasst. Ich lebte in 20 Minuten flotten Fußmarsches von der Metrostation «Prospekt Pobedy» entfernt, mit der ich dann bis ins Zentrum gefahren bin und dann nochmals 15 Minuten Fußweg zum Deutschen Haus. Insgesamt war ich damit immer eine Stunde unterwegs. Problematisch an der Metro ist, dass es keinen Fahrplan gibt, die Metro kommt, wenn sie kommt. Genau so ist es auch bei Bussen. Wobei diese für mich noch eine größere Herausforderung darstellten, da Bushaltestellen kaum gekennzeichnet sind. Man weiß also weder wo die Haltestelle ist, noch welche Busse dort fahren. Das hat mich manchmal sehr frustriert, da es für mich schwierig war, mich selbstständig zu unbekannten Orten zu bewegen. Im Herbst gibt es noch ein nicht zu unterschätzendes Fortbewegungsproblem: Bei Regen werden alle Wege zu reißenden Flüssen, nicht selten voller Matsch. Man muss auf jeden Fall festes Schuhwerk anziehen, aber wirklich trocken bleiben die Füße eigentlich nur in Gummistiefeln.
Es ist wichtig ein Handy zu haben, denn man wird oft angerufen. SIM Karten kann man an kleinen Ständen in der Metro kaufen, sie sind nicht teuer und lassen sich problemlos aktivieren. Mit fünf Euro Guthaben kommt man lange hin!
Dreh- und Angelpunkt der Stadt Kazan ist das Einkaufszentrum «Kolzo», mitten im Zentrum und direkt an der einzigen Fußgängerzone der Stadt, der Uliza Baumana. Dort habe ich mich meistens mit Freunden getroffen, wir sind die Stadt zum Essen gegangen oder spazieren am Kabanensee oder im Park. Essen gehen ist in Russland vergleichsweise sehr billig und es werde sehr viele regionale Speisen angeboten. Auch kulturelle Angebote sind sehr viel erschwinglicher als in Deutschland. Ich war im Ballett, saß im zweiten Rang mit sehr guter Sicht und habe unglaubliche 50 Rubel für meine Karte bezahlte, umgerechnet ungefähr 1,10 €. Ich war auch noch in einer Freiluft Oper, die sogar ganz umsonst war und im Theater für umgerechnet vier Euro. Auch Reisen ist in Russland wesentlich besser bezahlbar, vor allen Dingen, wenn man auf den beliebten Zug zurückgreift. Ich bin zu einer Freundin nach Izcevsk gefahren, sechs Stunden mit der «Elektritschka» (vergleichbar mir einer S-Bahn, die über weite Strecken fährt oder Regionalzug, der sehr viele Haltestellen hat), für 20 € hin und zurück. Wäre ich länger in Kazan geblieben, hätte ich auf jeden Fall noch mehr Reisen gemacht, Moskau ist 12 Stunden mit dem Zug entfernt, auch Nischni Nowgorod lässt sich gut erreichen.
Das Deutsche Haus ist eine Institution, die ursprünglich für Russlanddeutsche gedacht war, also für ethnisch Deutsche, die besonders in der Wolgaregion stark angesiedelt sind. Das Deutsche Haus besuchen auch nach wie vor Nachfahren von Russlanddeutschen, die ihre Ursprungskultur näher kennenlernen möchten. Und das geschieht vor allen Dingen durch die Sprache. Das Deutsch Haus befindet sich in dem Anbau einer der wenigen evangelischen Kirchen in Kazan. Diese Kirche wurde in Sowjetzeiten zu einer Turnhalle umgewandelt und konnte erst in den 90ern wieder in Besitz der Gemeinde zurückkehren.
Meine Arbeit im Deutschen Haus war sehr vielfältig und auf jeden Fall auslastend! Meine Hauptaufgabe war die Durchführung von Sprachunterricht vier Mal die Woche, für die Anfänger und die Fortgeschrittenen Gruppe. Deutsch als Fremdsprache zu unterrichten war eine ganz neue Herausforderung für mich und am Anfang fühlte ich mich noch unsicher, doch dieses Gefühl hat sich sehr schnell gelegt. Ich durfte den Unterricht komplett selbständig leiten, Martha hat mir aber immer Feedback gegeben. Ich habe versucht den Unterricht möglichst abwechslungsreich zu gestalten, habe immer viel über Deutschland und besonders natürlich über München und mein persönliches Leben hier erzählt und versucht, es in den Unterricht einzubinden. Als wir zum Beispiel Wegbeschreibungen gemacht haben, habe ich Straßenkarten und Fahrpläne von München ausgedruckt und die Teilnehmer damit üben lassen. In der Anfänger Gruppe gab es ein Lehrbuch, das schön strukturiert ist.
In der Fortgeschrittenen Gruppe haben wir uns auf den Test DaF vorbereitet. Dort habe ich versucht möglichst viel mit den Teilnehmern frei zu sprechen, wir haben viel diskutiert und zum Beispiel auch deutsche Zeitungen gelesen. Die Gruppen sind komplett gemischt, es gibt Schüler und Senioren, Leute die schon mal in geraumer Vorzeit Deutsch gelernt haben und andere, die sich einfach für die Sprache interessieren. Das hat die Arbeit nicht immer einfach gemacht, denn die Gruppen waren sehr groß, es sind immer wieder Leute dazugekommen oder auch weggeblieben. Das Niveau der Teilnehmer war oft so unterschiedlich, dass einige schon längst mit Aufgaben fertig waren, während andere noch nicht einmal das Prinzip verstanden haben. Hier galt es also, den Unterricht so zu gestalten, dass keine Frustration aufkommt, dass alle Spaß haben, niemand unterfordert ist, niemand zurückbleibt. Das war eine große Hürde, denn bei so großen Gruppen ist es nicht einfach die Motivation immer hoch zu halten! Am Anfang des Unterrichts in der Anfänger Gruppe hatte ich vor allen Dingen mit dem Unterrichten auf Russisch zu kämpfen, ich musste mir die ganzen Begriffe aus der Grammatik auf Russisch beibringen.
Manchmal hatte ich mit Selbstzweifeln zu kämpfen, da ich ja gar keine ausgebildete Lehrerin bin und auch im Studium nichts mit DaF zu tun habe. Und auch noch deutlich jünger war, als die meisten meiner Kursteilnehmer. Aber diese Zweifel haben sich sehr schnell aufgelöst, mit jeder Stunde wurde ich selbstsicherer, kannte meine Gruppe besser und wusste sie in etwa einzuschätzen Die Vorbereitung für den Unterricht hat bei mir viel Zeit in Anspruch genommen, vor allen Dingen, weil ich viele Spiele vorbereitet habe, um die Teilnehmer jedes Mal wieder zu motivieren.
Zudem gibt es auch noch eine Deutsch-Gruppe für Kinder. Diese wird von der Kirche organisiert und geleitet, aber ich war auch dort einige Male anwesend, weil mir die Arbeit mit kleineren Kindern schon immer Freude gemacht hat und ich mit ihnen basteln und singen konnte.
Am Samstag gibt es im Deutschen Haus den Filmclub und das Plauderhaus. Dort werden Filme auf Deutsch gezeigt und anschließend kann darüber diskutiert werden oder kleine Spiele werden veranstaltet. Während meiner Anwesenheit war das Plauderhaus immer extrem gut besucht, wir hatten zu Spitzenzeiten bis zu 25 Besucher. Ich war wirklich sprachlos über die perfekten Deutschkenntnisse einiger Teilnehmer, die auf hohem Niveau und sehr humorvoll eine Unterhaltung führen konnten. Für die Auswahl der Filme war ich zuständig, ich habe mehrere DVDs aus Deutschland mitgebracht, mir war wichtig, dass es tatsächlich auch Filme aus Deutschland sind. Der bayrische Film «Wer früher stirbt ist länger tot» hat allen besonders gut gefallen, obwohl natürlich niemand ein Wort verstehen konnte. Das Plauderhaus sollte dann die Möglichkeit geben, dass sich die Teilnehmer auch außerhalb von jeglichen Deutsch Unterricht auf Deutsch unterhalten können. Ich habe versucht mit Spielen oder spannenden Diskussionsrunden die Atmosphäre zu lockern und einen Anreiz zum mitmachen zu geben. Doch damit bin ich manchmal angeeckt. Für mich war das Plauderhaus vor allen Dingen ein Sprachprojekt, vielen haben außerhalb von Schule und Unterricht gar keine Chance sich auf Deutsch zu unterhalten. Ich habe mir einmal sehr viele Mühe mit einem Spiel gemacht, wo es darum ging kulturelle Unterschiede anhand eines Kartenspiels zu erfahren. Dieses Spiel hat gut zu dem Film gepasst, den wir geguckt haben und ich hatte gehofft, dass die Teilnehmer interessante Erkenntnisse darauf ziehen können. Doch ich traf auf unmotivierte Menschen, die sich nicht an die Spielregeln gehalten haben. Erwachsene Leute, die es nicht fertig gebracht haben zehn Minuten ruhig zu sein. Für mich war das sehr frustrierend und ernüchtern, schließlich habe ich viel Zeit und Mühe investiert. Auch problematisch am Plauderhaus war, dass sehr viele Teilnehmer aus meiner Anfängergruppe immer dabei waren. Es ist natürlich toll, dass sie so motiviert waren und sich die Filme auf Deutsch angeguckt haben und Spaß dabei hatten. Aber für die Spiele im Plauderhaus mussten eigentlich Deutschkenntnisse vorausgesetzt sein, vor allen Dingen, wenn man sich mit dem Filmverständnis oder weiterführenden Fragen auseinandersetzt.
Das Deutsche Haus hat auch eine Theatergruppe, die auf Deutsch spielt. Die Gruppe hat mich sehr herzlich aufgenommen und es war ein tolles, sehr angenehmes Gruppengefühl! Ende August hatten wir auch schon eine Aufführung vor Gästen aus Deutschland. Das Thema des Stücks und Anlass des Besuchs war das 240 jährige Jubiläum der evangelischen Kirche in Kazan. Für die deutsche Gruppe habe ich auch übersetzt, da es Familienbegegnungen gab. Während dieser Nachmittage habe ich viel über die russisch-deutschen Beziehungen und die Geschichte der Russlanddeutschen erfahren, was mir die Augen für das Land und die Region auf neue Weise geöffnet hat.
Allgemein war die Atmosphäre im Deutschen Haus etwas ganz besonderes, denn alle die dort engagiert sind, sind es freiwillig und aus Freude an der deutschen Sprache und Kultur. Anfang Oktober wurde auch vom Deutschen Haus ein Oktoberfest veranstaltet, bei dessen Organisation ist maßgeblich beteiligt war. Betonen sollte man, dass Russen sehr gerne spielen und Wettkämpfe veranstalten, kein Fest, kein Geburtstag, keine Großveranstaltung ohne Wettbewerbe! Also habe ich in meiner Erinnerung gekramt und die wohl beliebtesten Kindergeburtstagsspiele veranstaltet: Reise nach Jerusalem, Schokoladen-Wettessen, Äpfeltauchen, Würstchen-Schnappen… Die Spiele haben allen viel Spaß gemacht und alle waren mit großem Eifer dabei! Dass erwachsene Menschen in Scharen Reise nach Jerusalem spielen und den Spaß ihres Lebens dabei haben, hätte ich nie erwartet, war aber in jedem Fall eine tolle Erfahrung, die mir viel über die Mentalität der Russen beigebracht hat!
Die Arbeit hat mir großen Spaß gemacht und mich vor viele Herausforderungen gestellt. Ich war sechs Mal die Woche im Deutschen Haus, meistens am Abend, wenn der Unterricht stattfindet. In Kazan gibt es viele deutsche Studenten, einige davon habe ich kennengelernt. Fast jedes Wochenende haben sie Ausflüge gemacht und manchmal war ich da etwas wehmütig, weil mich meine Arbeit so eingebunden hat und ich nicht so viel reisen konnte. Aber ich wollte es so, ich wollte die Zeit, die ich als Praktikantin im Deutschen Haus verbringen durfte auch komplett ausnutzen, wollte immer alles geben, vielleicht war das auch manchmal zu viel! Auf jeden Fall war meine größte Sorge, nicht gebraucht zu werden, komplett unbegründet: In Kazan wurde ich gebraucht und noch nie im Leben habe ich dieses Gefühl so genossen wie dort! Die letzte Woche in Kazan war anstrengend, psychisch wie körperlich. Ich war schon so mit dem Abschied und mit meiner Abreise beschäftigt, was belastend war, weil ich irgendwo zwischen den Stühlen, zwischen Wehmut und Freude wieder nach Hause zu kommen stand. Ich bin an meine Grenzen gegangen und habe es nicht bereut. Ich denke, dass die Tatsache, dass sich alle so herzlich von mir verabschiedet haben, gezeigt hat, dass ich einen Eindruck in Kazan hinterlassen habe, dass die Menschen mich angenommen haben und ich hoffentlich ein kleiner Teil ihres Lebens werden durfte.
Die Zeit in Kazan ging unglaublich schnell vorbei, ich war 10 Wochen dort und habe mich dort bereits wie Zuhause gefühlt. Für mich war der Aufenthalt eine besondere Erfahrung, ich habe Russland als meine Heimat neu kennengelernt, habe erfahren und dass ich mich dieser Kultur sehr gut anpassen kann. Die Leute in Russland (zumindest, diejenigen, die ich kennenlernen durfte) sind die herzlichsten, die mir je begegnet sind, man muss sie immer erst etwas von sich überzeugen, denn Russen gehen zuerst mit einer Portion angeborenem Misstrauen durchs Leben, aber haben sie dich einmal in ihr Herz geschlossen, dann hat man Freunde für Leben gefunden. Wichtig ist in meinen Augen, dass man sich genau so offen und zuverlässig zeigt, Versprechen müssen gehalten werden, man sollte spontan sein, denn Russen planen ungern mehr als zwölf Stunden im Voraus. Und gerade das macht das Lebensgefühl aus: Zwar ist das Leben in Russland nicht einfach und Russen lieben es, sich über alles zu beschweren, aber im Endeffekt lieben sie ihr Leben, das Land, die Leute und zeigen sich immer positiv, irgendwie wird doch alles gut.
Auch jetzt in Deutschland setzte ich mich mehr mit Russland auseinander, ich besuche Russischkurse und eine Vorlesung über Russland, versuche mich auch für zu Zukunft beruflich auf diese Kultur auszurichten. Meine Russischkenntnisse haben mir während meines Aufenthaltes sehr geholfen, ich konnte mich sehr schnell eingliedern und hatte kein Problem mit der Sprachbarriere. Natürlich haben alle gehört, dass ich nicht aus Russland komme, waren aber immer sehr interessiert und haben mich über Deutschland ausgefragt, über München, über BMWs und das Oktoberfest. Das Praktikum in Kazan war eine Erfahrung, von der ich immer noch zehre, ich vermisse Land und Leute, möchte nächstes Jahr unbedingt zurückfahren.
Sofia Botvinnik

