Zusätzlich zu meinem Studium an der KFU Kasan absolvierte ich während vier Monaten (September bis Dezember 2012) ein Praktikum bei der Jugendorganisation Perlenkette im Deutschen Haus. Bereits im Vorfeld meines Aufenthaltes in Russland wurde ich von der Leiterin Marta Galitskaya sehr gut über meine künftigen Aufgaben bei der Perlenkette informiert. Zudem war mir Frau Galitskaya auch in meiner Reisevorbereitung sehr behilflich und hat wesentlich zu meinem gelungen Start in Kasan beigetragen.
Zu meiner Primäraufgabe gehörte das Unterrichten der Deutschen Sprache in der 2. Gruppe. Es gibt drei verschiedenen Leistungsgruppen. Da der Kurs auf sehr viel Interesse stiess, wurde die Gruppe aufgeteilt. Somit wurde die Qualität des Kurses gewährleistet und die Teilnehmer konnten frei zwischen den angebotenen Zeiten wählen. Unterrichtet wurde zweimal die Woche. Anfangs betreute Marta Galitskaya die Lektionen mit. Vor und nach der Lektion wurde das Unterrichtsprogramm jeweils besprochen und allfällige Punkte verbessert.
Im Unterricht wurden nebst der deutschen Grammatik auch versucht, die Kultur der deutschsprachigen Länder den Kursteilnehmern näherzubringen. Zusätzlich zur Benützung des Lehrbuches «Hallo Nachbarn 2» wurde Sprachspiele gespielt oder moderne deutsche Poplieder gesungen und gemeinsam übersetzt. In der Weihnachtszeit wurden zudem auf Wunsch der Teilnehmer bekannte deutschsprachige Weihnachtslieder eingeübt.
Nebst dem Unterricht stand den Teilnehmern auch der Besuch einer Lesung, des von der Perlenkette organisierten Oktoberfests oder der hausinternen Weihnachtsfeier offen. Zudem bot sich auch mir stets die Möglichkeit an weitern Projekten wie etwa dem wöchentlichen Filmklub, dem Plauderhaus oder dem Theaterklub aktiv teilzunehmen. Dadurch fand ich auch meine zwei Tandempartnerinnen, mit denen ich mich einmal pro Woche zu einem regen Austausch auf Deutsch und Russisch traf.
Die Kursteilnehmer erlebte ich als motivierte, talentierte, aufgestellte und verständnisvolle Gruppe. Dem gemeinsamen Besuch der Eisbahn folgte ein Treffen in einem Cafe. Zudem ermöglichten mir einzelne Teilnehmer einen Tag auf Langlaufskiern und einen weiteren auf Skiern (Alpin).
Die Arbeit im Deutschen Haus war für mich ein guter und lehrreicher Ausgleich zum Studium. Ausserdem erhielt ich Einblick in eine aktive und vielseitige Jugendorganisation und kam in Kontakt mit Leuten aus Kasan.Von ganzem Herzen Danke ich Marta Galitskaya, meinem Mitpraktikanten Thomas Haase und insbesondere meinen Schülern für die schöne und erfahrungsreiche Zeit in Kasan.
25. Januar 2011
Rahel Gsponer

